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Vaginaler Orgasmus - ein Mythos?

Eine im medizinischen Fachjournal „Clinical Anatomy“ veröffentlichte neue Studie kommt zum Schluss, dass es einen durch Penetration ausgelösten vaginale Orgasmus gar nicht gibt. Demnach ist nur die Klitoris und das dazugehörige Nervengeflecht in der Lage, den ersehnten Höhepunkt bringen. Die Studie wurde von den Forschern Dr. Vincenzo Puppo und der Biologin Giulia Puppo an der Uni Florenz durchgeführt.

Nach eingehenden Untersuchungen kommen die beiden zum Ergebnis, dass eine Unterteilung in „vaginalen, klitoralen und G-Punkt-Orgasmus“ nicht haltbar und daher nicht zulässig ist. Die korrekte Bezeichnung wäre demnach einfach weiblicher Orgasmus.
Begründung

Für den überwiegenden Teil der Frauen ist es unmöglich, durch „Rein-Raus-Penetration“ zum Höhepunkt zu kommen. Nur knapp ein Drittel gibt bei seriösen Befragungen an, dass sie den Höhepunkt durch blossen Geschlechtsverkehr erreichen. Die mediale Berichterstattung rund um die verschiedenen Orgasmusarten löste bei Millionen von Frauen eine regelrechte Orgasmusjagd aus. Sie fühlten sich unzulänglich, wenn sie es nicht beim Geschlechtsakt schafften. Sie wurden und werden noch immer unnötig unter Druck gesetzt bzw. tun dies selbst. Viele dachten, dass sie deshalb unter einer Sexualstörung leiden, was natürlich völliger Unsinn ist. Eine Sexualstörung liegt nur dann vor, wenn eine Frau überhaupt nicht fähig ist, einen Höhepunkt zu erreichen und sie deshalb hohen Leidensdruck verspürt.

Umfrageergebnis unter Deutschen Frauen auf die „Orgasmusfrage“:

  • 33% können nur klitoral zum Orgasmus kommen
  • 28% kommen auf jegliche erdenkliche Art
  • 22% kommen so gut wie nie zum Orgasmus – egal wie!
  • 11% berichten über vaginale Orgasmen
  • 5% schreiben ihren Orgasmus dem G-Punkt zu

Sehr traurig, dass fast jede 5. Frau zu keinem Orgasmus fähig ist!
Der Weg zum Orgasmus führt laut neuester Forschung also nur über die Klitoris. Wobei ich hier anmerken möchte, dass zur Klitoris nicht nur der gut sichtbare äußere Teil gehört, sondern auch die inneren und äußeren Schamlippen sowie das schwammartige Gewebe rund um die Harnröhre. Die Experten sind sich einig, dass, wenn diese Bereiche „richtig“ stimuliert werden, jede Frau zum Orgasmus kommen kann. „Richtig“ heisst hier jedoch, dass Frauen durch ihre Masturbationsgewohnheiten meist ihre individuellen Techniken schon in der Jugendzeit „angelegt“ haben. Auch ist die Sensibilität der Klitoris von Frau zu Frau sehr verschieden. Darf man die eine nur sehr sanft berühren, braucht es eine andere so hart, dass man als Mann versucht ist zu fragen, ob sie jetzt nicht schon große Schmerzen verspürt. Ich habe festgestellt, dass es in Sachen Berührungsstärke einen direkten Zusammenhang mit dem generellen Schmerzempfinden zu geben scheint. Frauen, die eine sehr hohe Schmerzschwelle haben (Schmerzrezeptoren senden Signal wesentlich später) benötigen ein deutliche kräftigere Stimulation der Klitoris. Diese Erkenntnis ist ein sehr persönliche und entbehrt einer wissenschaftlichen Grundlage.

Welche Rolle spielt die Klitorisgröße?
Untersucht in einer US-Studie an 32-jährigen Frauen im Februar 2014. Ein Drittel der Frauen gab an, während des normalen Geschlechtsverkehrs kaum oder niemals zum Höhepunkt zu kommen. Studienergebnis: Wie orgasmusfähig eine Frau ist, hängt sehr wohl von der Klitorisgröße ab. Frauen mit Orgasmusproblemen hatten oft eine kleinere Klitoris und sie lag etwas weiter von der Vagina entfernt. Die längere Distanz zwischen Vagina und Klitoris hat zur Folge, dass diese während einer normalen Penetration weniger gut stimuliert werden kann. Vielleicht können Forscher aufgrund dieser Erkenntnisse neue Behandlungsmöglichkeiten für Anorgasmie erarbeiten? Man wird sehen.

Aus meiner Praxis
Ich selbst benenne die Klitoris gerne als „weiblichen Schwanz“ und ich lobe meine Partnerin sehr für die Schönheit ihrer „Muschi“ und ihres „Lustknopfes“. Dies ist ungeheuer wichtig, weil sich viele Frauen ihres primären Geschlechtsorganes „da unten“ (sagt schon alles) nicht sicher sind. Erstaunlich häufig wird die Schönheit auch noch hinter, im besten Fall, gepflegter „Scham“behaarung (sagt auch viel) versteckt. Wie beim Mann auch, ist dieser „Frauenpenis“ die erogenste Zone am weiblichen Körper, wobei Frau naturgemäß noch jede Menge anderer Erregungszonen zu bieten hat. Die Klitoris ist jedoch der absolute Hotspot.

Auch das gibt es!
Nichts desto trotz kenne ich durch meine Beratungstätigkeit auch einzelne Frauen,die ohne jegliche Stimulation zum Orgasmus fähig sind (reine Gedankenkraft) und ich habe auch eine Frau kennengelernt, die mir ihre besondere Art zum Höhepunkt zu kommen demonstrierte. Sie musste sich dafür nicht einmal ausziehen und hat sich nicht berührt, sondern sie begab sich in eine auf ihre Ellenbögen basierende Liegestützposition mit gestreckten und überkreuzten Beinen nach hinten. Dann betätigte sie, wie sie mir erklärte, ausschließlich ihre innenliegende (Beckenboden) Muskulatur. Abwechselnd folgten Kontraktionsphasen und Entspannungsphasen. Nach wenigen Minuten kam sie. Dazu muss ich festhalten, dass diese Klientin so ihren Orgasmus schon in der Jugend entdeckte und als eifrige Trainiererin mit Gewichten im Fitnesstudio (ohne Steroide) auch mit 50 offensichtlich alle Muskeln gut in Schuss hatte.

Mein Tipp: Erforsche Deine „Muschi“ selbst ausgiebig und beginne sie zu lieben und zu bespielen! Entdecke selbst, auf welche Art Du am besten und liebsten zum Höhepunkt kommst. Nur wenn Du Dich selbst gut kennst und befriedigen kannst, kannst Du Deinen Partner in die für Dich „richtige“ Richtung leiten. Um das volle Empfindungspotential im Bereich der Klitoris zu entfalten, ist es gut, wenn alle Haare abrasiert werden. Der Lustknopf tritt stärker hervor und wird besser sicht- und spürbar. Auch Frauen um die 60 berichten mir von ihrem neuen „Muschigefühl“ und lassen es nie wieder wuchern. So manche Frau lernt ihr „da unten“ überhaupt erst in höherem Alter (nach einer Scheidung oder Trennung) richtig kennen und lieben. Frauen, die ihren eigenen Körper erotisch und geil finden, sind die besten Liebhaberinnen und haben keine Orgasmusprobleme. Ergreife im Bett vermehrt die Initiative, verlasse die „Empfängerstellung“ und reite Deinen Partner. Reib dabei Deine Klitoris an seinem Schambein, oder stimuliere sie zusätzlich mit Deiner Hand, während Du in Deinem Tempo, in Deinem idealen Penetrationswinkel seinen Schwanz reitest. Dein Orgasmus ist in erster Linie Deine Angelegenheit! Dein Höhepunkt ist in Wahrheit ein sehr egoistischer Akt, den Du lernen und jederzeit abrufbar beherrschen solltest. Er zaubert Glanz in Deine Augen, sorgt für einen wahren Rausch der Hormone, die Dich ganzheitlich gesund erhalten. Du hast diese Quelle der Freude und des Glücks nicht umsonst bekommen. Nutze sie!

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