Artikel lesen

Sexuelle Missverständnisse

Sprachlosigkeit und mangelnde Kommunikation, Missverständnisse und die falsche Einstellung von Sender und Empfänger sind auch sonst im Leben die häufigsten Ursachen für Konflikte. „Ich meine, er meint das zu meinen“ kommt den meisten von uns doch sehr bekannt vor, oder? Viele Probleme lösen sich manchmal banal auf, weil man erkennt, dass man aneinander vorbeigeredet hat.

Also die Dinge sofort beim Namen nennen und den Mut besitzen, sofort über schlechten Sex zu reden, damit´s beim nächsten Mal besser läuft. Vielleicht hat man nur eine falsche Vorstellung, vielleicht hat sich der Partner gerade besondere Mühe gemacht, und es ist nur nicht angekommen. Reden, reden und nochmals reden, nur so können beide auf ihre Kosten kommen.

Ich rede seit meinem 15. Lebensjahr sehr offen über Sexualität, auch meine eigene. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis bin ich wegen der dargebrachten Offenheit schon berüchtigt. Selbst im Gespräch mit guten FreundInnen, blickte ich anfangs in sehr große Augen, hinsichtlich meiner Art, Sex zu thematisieren und die Dinge beim Namen zu nennen. Bemerkungen wie, „Du bist fixiert“, „Du hast aber ein gestörtes Verhältnis zum Sex“ oder „Du bist eine Sau!“ zeigen mir, dass das offene Gespräch über sexuelle Praktiken, sexuelle Vorlieben und sexuelle Probleme Männern und Frauen auch heute noch größte Schwierigkeiten bereitet.

Gespräche mit Jugendlichen geben mir Hoffnung, dass der sexuelle Diskurs nur mehr eine Generationenfrage ist. Insbesondere junge Frauen wissen schon sehr genau, was sie wie möchten und können das auch teilweise sehr hart formulieren. Sie geben sich auch äußerst experimentierfreudig und neugierig, probieren alles aus, was sie reizt und sprechen dann darüber. Sie müssen auch nicht verliebt sein, um guten Sex zu haben. Das mag im ein oder anderen jungen Mann zusätzlichen Leistungsdruck erzeugen, aber wenn er es versteht, damit zurecht zu kommen, wird er rasch zu einem erfüllten Sexleben mit einer aufgeschlossenen Partnerin kommen, als dies in meiner Jugend der Fall war.

Kommt der Faktor Verliebtheit dem jugendlich neugierigen Treiben im Bett hinzu, verleiht dies neues Gewicht und emotionale Tiefe. Sich verlieben bleibt ohne Zweifel auch in Zukunft ein wichiger Bindungsfaktor und das Kuschelhormon Oxytocin wird weiterhin eine bedeutende Rolle bei der Paarfindung und –bindung spielen.

Wie uns die Geschichte lehrt, erzeugen ausufernde Trends stets entsprechende Gegenbewegungen, sodass wir uns niemals fürchten müssen, durch allzu offenen Umgang mit dem Thema Sexualität, die christlichen Werte über Board zu werfen. Wie wir durch zahlreiche „Kirchenskandale“ wissen, bringen Tabuisierung und Unterdrückung unseres sexuellen Urtriebes nicht selten moralisch zweifelhafte und manchmal sogar strafbare Auswüchse hervor.

Schon, um sexuellen Mißbrauch in jedweder Form hintanzuhalten plädiere ich für eine offene, tabulose und schambefreite zwischenmenschliche Kommunikation über das Thema Nummer eins ... auch mit Kindern!

KOSTENLOS HERUNTERLADEN! 10 Tipps für besseren Sex


KLARTEXT GARANTIE

Bei Gesprächen mit mir gibt es keine Tabus. Ich garantiere absolute Diskretion und Verschwiegenheit.


KOSTENLOSER NEWSLETTER

Trage hier deine eMail-Adresse ein und klicke auf den grünen Button, wenn du kostenlos zum Thema Sex informiert werden möchtest.

Sexualberatung Wien . Luis Larch . c/o Gesundheitspraxis . Pötzleinsdorfer Straße 2 . A-1180 Wien.

Impressum/Haftungsausschluss