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Sexualstoerungen bei Frauen

Nur weil Du gelegentlich keine Lust auf Sex hast, leidest Du noch nicht unter einer Sexualstörung! Im Gegensatz zu männlichen Sexualstörungen, die auch des öfteren körperliche Ursachen haben können, sind für Sexualstörungen bei Frauen meistens psychische Faktoren verantwortlich – abgesehen von Schmerzen beim Sex oder sonstigen unübersehbaren organischen Symptomen.

Frauen leiden am häufigsten unter Lustlosigkeit (Libidoverlust), gefolgt vom Problem, einen Orgasmus zu erleben (Orgasmusstörung). Scheidentrockenheit (Lubrikationsstörung) und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr plagen Frauen auch sehr oft.

Ab wann eine Störung als solche zu bezeichnen ist, hängt naturgemäß von den handelnden Personen ab.

Ich würde meinen, hier gilt ähnliches, wie bei Männern: Wenn mit dem vertrauten Partner, mit dem zuvor befriedigender Sex möglich war, in mehreren aufeinanderfolgenden Sexualakten kein Orgasmus mehr erreicht werden kann, die Scheide nicht ausreichend feucht wird bzw. Geschlechtsverkehr nur unter Schmerzen möglich ist, sollte dem Problem dringend auf den Grund gegangen werden. Dies gilt ebenfalls für den Fall, dass die ansonsten vorhandene sexuelle Lust plötzlich ausbleibt und es einer Überwindung bedarf, sich dem Partner (zuliebe) hinzugeben.

Suche umgehend Deinen Facharzt (Gynäkolog(en)In) auf und besprich alles im Detail mit ihm/ihr. Vielleicht sind weitere Untersuchungen durch andere Fachärzt notwendig (Psychiater, Internist, Urologe, Hormonspezialist) … entscheidend ist rasches Handeln, um das Problem nicht zu verschleppen oder zu verschlimmern.
ACHTUNG! Übergib jedem Facharzt eine Liste mit den Medikamenten, die Du einnehmen musst, inklusive Dosierung. Medikamente können einen sehr starken Einfluss auf Deine Libido haben.

Erst wenn rein körperliche Ursachen definitiv ausgeschlossen werden können, sind PsychiaterIn und PsychotherapeutIn an der Reihe, um mit Dir die sexuelle Störung auf psychischer Ebene zu ergründen und zu therapieren. Es kann sehr viele psychische Ursachen für Dein Problem geben, die Dir unter Umständen körperliche Symptome bereiten.

Körper und Psyche werden von aufgeschlossenen MedizinerInnen als untrennbare Einheit betrachtet.
Beispiele:

  • Depressionen können neben Lustlosigkeit auch häufige Kopfschmerzen machen und führen mittelfristig oft zu einer generellen körperlichen Schwäche mit verschiedenen Schmerzsymptomen.
  • Burn-Out (Ausgebranntsein) zeigt sich oft durch depressive Episoden, Schlafstörungen und einer gewissen Form der “Depersonalisierung”. Dies kann bedeuten, dass Du mit der Zeit das Gefühl zu Deinem Körper weitgehend verlierst und Du das Gefühl hast, nicht mehr Du zu sein. Natürlich geht das mit massiven Beeinträchtigungen der gesamten (auch sexuellen) Körperwahrnehmung einher. Wusstest Du, dass Frauen durch die Doppelbelastung Beruf und Familie besonders Burn-Out-gefährdet sind?
  • Eine Angststörung kann in jedem Alter sehr plötzlich auftreten und ist ebenfalls als Zeichen massiver, lang anhaltender Stressbelastung zu sehen. Als besondere Form der Angststörung kann das Auftreten von sogenannten “Angst- und Panikattacken” sein. Betroffene klagen oft über plötzliches Herzrasen, Schweißausbrüche, Beklemmung und Schmerzen in der Brust, was nicht selten notärztlichen Einsatz erfordert. Nach der Notaufnahme kommt meistens Entwarnung auf körperlicher Ebene. Mit Verhaltenstherapie kann den Betroffenen in der Folge sehr rasch und gut geholfen werden.
  • Andere psychischen Störungen, wie Psychosen (Schizophrenie, Wahn) oder Zwangsstörungen sind wesentlich schwerer zu behandeln.
  • Aber auch wiederkehrende (rezidivierende) Depressionen können unbehandelt und ohne Beseitigung von Auslösefaktoren mittel- bis langfristig erheblichen Beziehungsschaden anrichten.

Klartext an Dich als Frau:
Wenn Du einfach nur Orgasmusprobleme hast, weil Du Dich und Deine sexuellen Körperempfindungen und Reaktionen nicht erforscht hast, liegt maximal erziehungsbedingtes Fehlverhalten, aber keine Sexualstörung vor! Dein Orgasmus ist in erster Linie Deine Angelegenheit und nicht die Deines Partners! Dein Partner kann Dich sexuell nur so gut kennen lernen, wie Du es zulässt und das hängt davon ab, wie gut Du Dich sexuell kennst und öffnest! Beginne also umgehend, Deine Muschi, Deinen Busen, Deinen Hintern usw. zu lieben und zu liebkosen. Trainiere dies, bis Du mit Dir selbst zum Orgasmus kommst. Wenn es Dir schwer fällt, dann rege Dich mit passender Literatur an oder verwende technische Hilfsmittel.

Mein Tipp: Nimm keinen banalen Vibrator dafür, sondern hol Dir im qualifizierten Sexartikelshop einen Penis aus Glas, wärme ihn an, verwende ein Gleitgel und stimmuliere Deinen G-Punkt. Glas-Penise werden von einer österreichischen Medizintechnikfirma erzeugt und ermöglichen ein punktgenauere Stimulation, als mit einem Latexschwanz.

Der G-Punkt wird nicht von Anfang an funktionieren, da das Nervengeflecht an der innenliegenden Rückseite der Klitoris erst angeregt werden muss. Anfangs kann es sogar unangenehm sein und Du provozierst mit der Stimulation Harndrang. Wenn Du es aber konsequent weitermachst, entwickelt sich ein hochsensibler Hotspot für Deinen “vaginalen” Orgasmus. Hast Du ihn gut ausgeprägt, kann Dich Dein Partner am besten durch Eindringen von Hinten befriedigen. Vorausgesetzt, er kann seine Ejakulation in dieser Stellung lange genug hinauszögern. Orgasmus der Frau und vorzeitige Ejakulation bei Mann sind trainingsabhängig, sofern organisch und psychisch bei beiden alles ok. ist.

Ein weiterer Unsinn, den Frauen immer wieder betreiben, ist das Vorspielen eines Orgasmus’!

Was soll dieser Blödsinn? Wie willst Du aus der Nummer wieder rauskommen, wenn Du ihm von Anfang an was vorspielst und ihm das Gefühl gibst, was für ein toller Hengst er ist? Ich habe in meiner Beratung Frauen kennengelernt, die ihrem Ehemann seit 20 Jahren was vorspielen und nun, mit 50 endlich was vom Sex haben wollen. Ist der Sex mit Deinem Partner nicht gut, dann rede gleich darüber mit ihm und zeig ihm, wie Du es brauchst, damit Du kommst! Oder glaubst Du, er wird Dir nach 20 Jahren zu Deinen Schauspielkünsten gratulieren, wenn Du ihm Dein Vorspielen gestehst?

Mein Tipp: Ergreife verstärkt die Initiative im Bett. Lass Dich nicht begatten, sondern zögere das Vorspiel mit gegenseitigem Verwöhnprogramm möglichst lange hinaus, lass nicht ihn eindringen, sondern reite seinen Schwanz und reibe Deine Klitoris dabei, bis Du einen Orgasmus hast. Beim Reiten bestimmst Du Tempo, Tiefe und Penetrationswinkel selbst. Mach Dir keinen Kopf, wenn’s nicht gleich so klappt, weil Du vielleicht eine gewisse Scheu hast, Deine ach so kleinen, oder ach so hängenden Brüste, oder Deinen ach so schwabbelnden Bauch Deinem Partner so “offensichtlich” zu präsentieren. Dein Partner wird jedenfalls positiv überrascht über Deine Aktivität sein und, je häufiger Du es auf diese Weise machst, desto häufiger wirst Du einen Orgasmus erleben.

ANMERKUNG: Männer, die geil sind finden auch vermeintliche Schwächen geil an Dir. Wenn nicht, dann ist er ein oberflächliches Arschloch und Du solltest ihn umgehend verlassen!

Probleme auf Paarebene als Ursache
Wenn Konflikte in der Partnerschaft existieren, bleibt das früher oder später nicht ohne Auswirkung auf das Sexualleben des Paares. Es müssen aber gar keine akuten Konflikte vorliegen – auch ungelöste Probleme bezüglich Freizeitgestaltung, Berufliches, Kinder, Freundeskreis, Familie usw. können zu sexuellen Problemen bei einem oder beiden Partnern führen.

Auch wenn über Sexualität nicht offen oder nur begrenzt gesprochen wird, kommt es häufig zu Mißverständnissen. Hier kann gemeinsame Sexualberatung gewissermaßen ein “Forum” dafür darstellen, dass unter professioneller Begleitung und Moderation die schwierigen Themen besprochen und Probleme aufgelöst werden.

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