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Intimhygiene - aber bitte richtig

Viele Frauenmagazine widmen sich derzeit dem Thema „Intimhygiene“. Frau schafft es gar nicht, an supersaugfähigen Slip-Einlagen und dauerdesinfizierenden Intimwässerchen vorbeizulesen.

Da wird richtig „Markt gemacht“, wo eigentlich gar keiner sein sollte! Die Hygiene im Intimbereich wird nämlich meistens übertrieben und führt leider oft zu ungewollten Ergebnissen. Selbiges gilt auch für Männer – auch sie wurden diesbezüglich von der Industrie bereits als lohnende Zielgruppe aufgetan.

Unter Intimhygiene versteht man in der Regel die Reinigung und Pflege der „intimen“ Körperregionen (Genitalien, Anus und auch Achseln). Die Anatomie des Intimbereichs mit zahlreichen Hautfalten begünstigt die Ansammlung von Verunreinigungen, sodass wir heutzutage gerade dort besonders „rein“ sein wollen.

Die Haut im Intimbereich beherbergt auch apokrine Schweißdrüsen (ähnlich denen in den Achselhöhlen), die einen Mix an fettartigen und geruchsaktiven Stoffen absondern. Der dabei entstehende Geruch macht letztlich die „Duftnote“ eines Menschen aus.

Männerhygiene

Bei mangelnder oder unterlassener Pflege, bildet sich unter der Vorhaut des Penis beim Mann das Smegma. Es besteht aus Drüsensekret der Talgdrüsen der Haut, abgestorbenen Hautzellen, sowie Urin- und Spermarückständen. Die bakterielle Besiedlung des Smegmas führt zu unangenehmer Geruchsbildung. Erschwert werden kann die Reinigung durch eine Phimose (Vorhautverengung), da sich in diesem Fall die Vorhaut nicht zurückstreifen lässt. Peniskarzinome (Tumorerkrankung) kommen häufiger bei Männern mit viel Smegma vor. Lässt sich die Verengung nicht aufdehnen, empfiehlt sich unbedingt eine Beschneidung (Entfernung der Vorhaut).

Frauenhygiene

Trotz unterschiedlicher Meinungen vieler Frauen zum Thema tägliche Pflege des Intimbereiches steht fest, dass weniger mehr ist. D.h. regelmäßiges Waschen und Wechseln der Unterwäsche ist normal und gut, der übertriebene Einsatz von sogenannten Intimpflegeprodukten ist kontraproduktiv! Der natürliche Scheidenausfluss hat eine ganz wichtige Funktion. Er spült Pilze und Bakterien aus der Scheide und hält die zarte Intimregion feucht. Wird zu viel gepflegt, wird die Scheide zu trocken und ist dadurch anfälliger für Entzündungen.

Deshalb sollen statt aggressiver alkalischer Seifen mit einem hohen pH-Wert (Gradmesser für sauer/alkalisch), die den natürlichen Säureschutzmantel zerstören, pH-hautneutrale Waschstücke oder Lotionen verwendet werden. Eine Gynokologin meines Vertrauens hat mir erst unlängst wieder bestätigt, dass die „Abstriche“ jener ihrer Patientinnen am besten „riechen“ würden, die sich im Intimbereich seit Jahren „nur mit Wasser“ waschen. Der pH-Wert im Scheideneingangsbereich liegt deutlich unter dem pH-Wert der normalen Köperhaut. Es reicht vollkommen aus, sich ein- bis zweimal täglich den Genitalbereich mit klarem, lauwarmem Wasser zu waschen.

ACHTUNG! Intimlotionen, Feuchttücher und normale Seife können zu Allergien und Hautreizungen führen. Spülungen zerstören die natürliche Scheidenflora. Frauen, die häufig unter Entzündungen leiden tragen am besten reine Baumwollunterwäsche und meiden enge Hosen, die keine ausreichende Luftzirkulation zulassen.

Ein paar Tipps:

  • Schamgegend sauber und trocken halten.
  • nur äußere Scheidenregion täglich, sanft, mit lauwarmem Wasser, mit der Hand (kein Waschlappen), von vorne nach hinten waschen.
  • keine übertriebene Intimhygiene
  • täglich den Slip wechseln.
  • Baumwollunterwäsche statt Synthetik (bei 60 Grad waschen)
  • Nach dem großen Stuhlgang von vorne nach hinten abwischen. Frauen sind aufgrund der kurzen Harnröhre und deren Nähe zum Anus besonders infektionsgefährdet.

ACHTUNG! Dem erhöhten Infektionsrisiko während der Menstruation begegnet Frau am besten durch regelmäßiges Wechseln von Binden oder Tampons – unbedingt nach dem Schwimmen auch gleich den nassen Badeanzug oder Bikini ausziehen.

Durch die Verwendung künstlicher Duftstoffe wird zudem der „Eigengeruch“ derart kaschiert, dass die Partnerwahl immer seltener auf genetischer „Kompatibilität“ basiert. „Ich kann dich nicht riechen!“ brachte gerade bei der Partnerwahl das „Wesentliche“ auf den Punkt. Ist unsere „genetisches Rüstzeug“ füreinander und damit für eine gelungene Fortpflanzung bestimmt? Leider lässt sich das heutzutage aufgrund verfälschter und/oder gar fehlender Gerüche im Intimbereich kaum mehr mit Gewissheit sagen. Vielleicht spielt das, neben schlechter werdender Spermienqualität mit, warum sich immer mehr Paare plagen, Kind(er) zu zeugen?

Fazit: Die Bakterienflora im Intimbereich der Frau kann durch wiederholte Scheiden- und Harnwegsinfekte, Stress oder hormonelle Veränderungen wie Pubertät, Menstruation, Pilleneinnahme, Schwangerschaft und Klimakterium (Wechseljahre) gestört werden. Die Einnahme von Antibiotika, zu enge und nicht luftdurchlässige Kleidung, der Besuch von Sauna, Schwimmbad oder Thermen, Geschlechtsverkehr und überbordende Intimhygiene können die Scheidenflora ebenso aus der Balance bringen und die ausgesandten Gerüche verfälschen.

Übertriebene Intimhygiene zerstört den schützenden Fettfilm, was zu einem überschießenden Wachstum von Pilzen ( Vaginalmykose, Vaginalcandidose) oder pathogenen Bakterien (unspezifische Vaginitis und Vulvovaginitis) führen kann. Im extremen Fall nehmen Scheideninfektionen oder chronischen Blasenentzündungen stark zu.

Regeln für den Analverkehr

Reinlichkeit ist gerade hier ganz groß zu schreiben. Vorher gründlich waschen! Die Angst auf größere Mengen Kot zu stoßen, ist unbegründet. Kot wird im Dickdarm gesammelt. Auch der längste Penis dringt nicht bis in den Dickdarm vor.

Eine Analspülung bzw. einen Einlauf können dem passiven Partner helfen, sich sicherer und sauberer zu fühlen. Unbedingt notwendig ist dies aber nicht.
ACHTUNG! Heterosexuelle Paare müssen unbedingt beachten, dass sie NIEMALS vom Anus direkt in die Vagina wechseln! Das bringt Bakterien in die Scheide, die sich entzünden können. Nach dem Analverkehr muss deshalb auch unbedingt ein frisches Kondom verwendet werden.


Sexuelle Bedürfnisse ansprechen
Wann hast Du zuletzt Deinem Partner gegenüber Deine sexuellen Bedürfnisse geäußert? „Ich hätte heute Abend richtig Lust auf geilen Sex. Was hältst Du davon? Oder: „Ich würde es mal gerne ganz romantisch erleben. Lass uns doch ein gemeinsames Bad mit einem herrlichen Duftöl nehmen, einem Glas Champagner dazu, Kerzen und Musik!“

Sexuelle Missverständnisse

Sprachlosigkeit und mangelnde Kommunikation, Missverständnisse und die falsche Einstellung von Sender und Empfänger sind auch sonst im Leben die häufigsten Ursachen für Konflikte. „Ich meine, er meint das zu meinen“ kommt den meisten von uns doch sehr bekannt vor, oder? Viele Probleme lösen sich manchmal banal auf, weil man erkennt, dass man aneinander vorbeigeredet hat.


Tabuthema Sex

Ist es nicht verwunderlich, dass in unserer ach! so aufgeklärten, offenen und liberalen Gesellschaft ein offenes Wort über Sex noch immer einem Faux pas gleichkommt? Man spricht nicht gern über seine Sexualität oder seine Art, Sex zu haben. Warum eigentlich nicht? Ist es peinlich, weil es eine Frage der Potenz, der Größe oder Ausdauer ist?


Wieviel Sex?

Wieviel Sex ist gut? Wieviel Sex jeder Mensch braucht, ist eine höchst individuelle Angelegenheit. Sex ist eigentlich die natürlichste Sache der Welt. Leider wollen uns verschiedenste Medien täglich ihre Vorstellungen über gute Sexualität aufs Auge drücken. Frauen und Männer lassen sich meiner Meinung nach viel zu sehr von diesem neuzeitlichen „Sexdesign“ lenken, leiten und irritieren.


Sexpartner - wer bist du?

Sexpartner – wer bist Du wirklich? Wie gut kennst Du Deinen Sexpartner? Seien wir ehrlich: Beim Kennenlernen gibt sich jede(r) von seiner besten Seite. Das ist völlig normal, befindet Mann/Frau sich doch in einer emotionalen Ausnahmesituation. Gegenseitiges Balzen und (Um)Werben, das Kribbeln im Bauch, Nervosität und Glückshormone lassen uns Dinge sagen, die der Realität vielleicht nicht immer ganz standhalten.

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